... oder: warum hervorragende Qualität nichts mit Perfektionismus zu tun hat 

Was auch immer du tust - gib stets dein Bestes und liefere gute Arbeit. Das hat nicht nur etwas mit der Arbeit zu tun, die du verrichtest, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen; es bezieht sich auf alles, was du im Leben tust. Gib stets dein Bestes und liefere gute Arbeit könnte mit einem Wort beschrieben werden - AUFMERKSAMKEIT!

Für wen arbeitest du?

Für deinen Arbeitgeber (wenn du angestellt bist)? Für deine Kunden und Auftraggeber (wenn du selbständig bist)? Für deine Familie (wenn du zuhause bist und den Haushalt schmeißt)? Oder arbeitest du für dich selbst?

Wie arbeitest du?

Wie wichtig ist dir die Qualität deiner Arbeit? Wie fühlst du dich, wenn du eine Arbeit, egal was es ist, nur halbherzig ausführst? Und wie fühlst du dich, wenn du das, was du tust, mit ganzem Engagement, mit voller Initiative tust? Ist es nicht viel befriedigender, eine Tätigkeit 100%ig auszuführen?

Gute Arbeit hat nichts mit Zwanghaftigkeit zu tun!

Ich will hier nicht dem Perfektionismus das Wort reden, der leicht etwas zwanghaftes bekommen kann. Ich rede hier davon, die Dinge makellos zu machen. Einen Unterschied hin zu mehr Qualität. Mehr Präsenz.Wenn du die Dinge in deinem Leben makellos tust, erhöhst du auf einfache Weise deine Lebensqualität. Und wenn du dir dann noch den Standpunkt zu eigen machst, dass du die Dinge für dich tust, für deine innere Zufriedenheit, dann steigt auch automatisch dein Selbstwertgefühl.

Wessen Kritik kann dir da noch etwas anhaben, wenn du weißt, dass du die Dinge so gut gemacht hast, wie es dir eben möglich war?!

Der Schlüssel zur inneren Größe
Die Dinge makellos zu tun, gute Arbeit zu liefern, erfordert Achtsamkeit - Aufmerksamkeit in jedem Augenblick auf jedes Detail. Darum frage dich bei dem, was du tust:

- Was tue ich da gerade?
- Für wen tue ich es?
- Was ist meine Absicht dabei?

Je klarer deine Antworten auf diese Fragen sind, desto höher ist die Qualität deiner Arbeit.

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit setzen Interesse voraus

Wenn du also etwas halbherzig tust, eine Abkürzung suchst oder gar pfuschst, dann mußt du dich fragen, weshalb du (dir) das (an)tust! Weshalb verschwendest du kostbare Lebenszeit mit etwas, was dich nicht oder nur wenig interessiert?

Daher gib in jeder Situation, unter allen Umständen, immer dein Bestes und liefere gute Arbeit - nicht mehr und auch nicht weniger. Mache dir damit keinen Stress und setze dich nicht unter Druck.

Dein Bestes wird nicht immer gleich sein und zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich ausfallen. Das ist völlig normal. Entscheidend ist deine innere Einstellung, einfach dein Bestes zu geben, wie immer das auch gerade ausfallen mag.

Bleibe wach und im Gleichgewicht
Wenn du dich anstrengst - und darin sind wir alle sehr gut -, wirst du mehr Energie verbrauchen und dich unnötig erschöpfen. Du wirst das Gefühl bekommen, dass du einfach nicht gut genug bist. Und du brauchst viel länger, um deine Ziele zu erreichen.

Wenn du hingegen nachlässig bist und weniger als dein Bestes gibst, setzt du dich damit unnötigen Frustrationen, Selbstverurteilung und Schuldgefühlen aus und bringst nichts zustande. Makellosigkeit sieht anders aus.

Dies ist der Weg zu wahrer Größe
Go for it! Gib dein Bestes, sei mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei der Sache, und du wirst ein intensives, leidenschaftliches und in allen Bereichen erfolgreiches Leben führen.

Praktische Coaching-Tipps für den Alltag:

    • Entscheide dich, bei allem, das du tust, dein Bestes zu geben, dh. h., mit deiner Aufmerksamkeit völlig bei dem zu sein, was du gerade machst.
    • Die Entscheidung, stets das Beste zu geben, hilft dir, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen - was ist dir wirklichwichtig?
    • Wenn dir etwas nicht so gut gelingt, dann akzeptiere das einfach, ohne dich dafür zu verurteilen und ohne es dazu zu benutzen, schlampige Arbeit zu rechtfertigen.
    • Erinnere dich an eine Zeit, wo du etwas wirklich ganz hervorragend gemacht hast; tauche mit allen Sinnen in die Erinnerung ein und fühle, wie du dich dabei fühlst.
      - Was hat dich darin unterstützt, in dieser Angelegenheit dein Bestes zu geben?
      - Wie kannst du das, was ich da unterstützt hat, noch mehr in deinem täglichen Leben nutzen?
    • Erinnere dich an eine Zeit, wo du dir etwas wichtiges vorgenommen hast und nicht dein Bestes gegeben hast. Fühle, wie du dich dabei fühlst.
      - Was hat dich dazu veranlaßt, in dieser Sache nicht dein Bestes zu geben?
      - Was kannst du tun bzw. bist du bereit zu tun, um das zu ändern?
    • Nimm dir für die nächsten fünf Minuten vor, dich für alles, was du tun willst, bewusst zu entscheiden, bevor du es tust - und dann führe es so achtsam wie möglich aus.
    • Wähle ein für dich wichtiges Projekt und nimm dafür die innere Einstellung an, alles zu tun, was nötig ist, um es zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Bleibe dabei entspannt.

 

Hinweis in eigener Sache:

Hier und jetzt – die Kraft der Präsenz
Die Kunst unmittelbar zu leben

 

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... oder: wie du deiner Arbeit wieder mehr Sinn und Bedeutung gibst

Viele Menschen fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz nicht wirklich wohl; sei es, dass sie sich erschöpft und ausgebrannt fühlen, frustriert und unzufrieden sind oder sich gar mit miesen Mobbing-Attacken auseinandersetzen müssen. Das ist alles sehr unangenehm und unproduktiv und hat viele Gründe und Ursachen. Nachfolgend möchte ich einen Aspekt näher be(er-)leuchten, der vieles klarer machen wird.

Die Perspektive erweitern

Wie wäre es, unser Tun und Handeln, insbesondere an unserem Arbeitsplatz (aber nicht nur dort), mal von einer anderen Perspektive her zu betrachten? Albert Einstein hat dazu eine interessante Anregung:

"Ein Mensch ist Teil eines Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Zeit und Raum begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken, seine Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist eine Art Gefängnis für uns, sie beschränkt uns auf unsere persönlichen Wünsche und auf unsere Zuneigung gegenüber einigen wenigen, die uns am nächsten stehen."Unsere Aufgabe muß es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir unseren Kreis der Leidenschaften ausdehnen, bis er alle lebenden Wesen und das Ganze der Natur in all ihrer Schönheit umfasst."

Ja - wie wäre es, weiter und offener zu werden und unser Bewusstsein auszudehnen? Die allermeisten Probleme (bei der Arbeit und überhaupt im Leben) sind Beziehungsprobleme. Und eine der Hauptursachen dafür ist, dass wir uns von anderen Menschen getrennt fühlen.

Erleuchteter Egoismus - eine neue Offenheit
Von dem Augenblick an, wo du dein Bewusstsein ausdehnst und andere mit einschließt, erkennst du, dass du gar nicht getrennt bist. Und all das, was du für andere tust, tust du letztlich für dich selbst (Der Dalai Lama spricht in dem Zusammenhang auch von "Erleuchtetem Egoismus"). Und das bedeutet nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen und alles stillschweigend hinzunehmen. Doch vieles löst sich, wenn du deine Perspektive um neue Standpunkte erweiterst.

Was Beziehung wirklich bedeutet
Dein Leben wird um einiges erfüllender und befriedigender, wenn du beginnst, dich auf andere zu beziehen und dich in anderen zu erkennen - darin liegt der Wert des Mitgefühls. Der Zenmeister Thich Nhat Hanh meint dazu:

"Betrachtet man die wechselseitige Abhängigkeit aller Erscheinungen im hellen Licht der Bewusstheit, so gelangt man als meditierender Mensch zur Erkenntnis, dass das Leben aller Wesen eins ist, und man empfindet Mitgefühl für alle Wesen."

Wie du dich wieder verbindest
Wenn du dein Glück und deine Freude mit anderen teilst, wirst du dein Leben um ein Vielfaches bereichern, und du wirst erkennen, dass der Sinn des Gebens (Lebens?!) darin liegt, dass du Platz schaffst, um zu empfangen. Bei der Arbeit und auch sonst im Leben. So entsteht Wachstum durch gegenseitigen Austausch. Das ist es, was zu tun ist. Machst du mit?

Praktische Coaching-Tipps für den Alltag:

    • Versuche einmal, für eine bestimmte Zeit die Welt durch die Augen eines anderen Menschen zu betrachten.
    • Erkenne, dass sich deine persönlichen Probleme und Befindlichkeiten in dem Maße verringern, wie du anderen Menschen deine volle Aufmerksamkeit schenkst.
    • Von was hättest du gerne mehr in deinem Leben?
    • Bist du bereit, anderen das zu geben, was du für dich brauchst?
    • Was hindert dich daran, dich mit anderen verbunden zu fühlen?
    • Was kannst du tun, um das Gefühl der Trennung zu überwinden?
    • Welchen Nutzen hast du dadurch, dass du dich getrennt fühlst?
    • Welchen Nutzen hast du dadurch, dass du dich verbunden fühlst?
    • Was verschafft dir den größeren Nutzen? Womit fühlst du dich besser?
    • Wie und womit kannst du andere Menschen unterstützen?

 

Hinweis in eigener Sache:

Leuchtende Klarheit – unermessliche Weite. Der leichte Tanz
mit den Höhen und Tiefen des Lebens

 

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